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(Corvus corone = Aaskrähe)

Krähen auf dem Weidezaun im Dorf Rohrbeck

Krähen (Corvus corone cornix = Nebelkrähe) auf einem Weidezaun im Juli 2006 in Dallgow-Döberitz

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Hans Huckebein hatte sein Schicksal selbst herausgefordert

Hans Huckebein

Hans Huckebein bei Wikipedia

Er zerrt voll roher Lust und Tücke
Der Tante künstliches Gestricke.

Der Tisch ist glatt - der Böse taumelt -
Das Ende naht - sieh da! Er baumelt.

Die Bosheit war sein Hauptpläsier,
Drum, spricht die Tante, hängt er hier!

 

Ein Mitglied der Fluggesellschaft Corvus corone bruchlandete
in Hamburg unschuldig in diesem Baum.

Strangulierte Krähe an einer Drachenschnur in Hamburg

Sie wurde von einer im Baum hängenden Drachenschnur oder Angelsehne hinterhältig abgefangen.
Sie ging daran elendig zugrunde und baumelt nun vermutlich wochenlang (jahrelang!) im Baum.

 

Krähe an einer Drachenschnur im Baum

 

 

Die gelben Pfeile zeigen auf die kaum sichtbare Drachenschnur oder Angelsehne.

 

 

 

 

 

An mehreren Stellen im Baum sieht man die Sehne. Sie ist braun gefärbt und hauchdünn, so daß sie in den herbstlichen Farben des Blattwerkes nicht erkennbar ist. Eine heimtückische Falle also!

Was hat diese Krähe verbrochen, daß sie an einer Drachenschnur hängend elendig zugrunde gehen mußte? (18. Oktober 2008 in Hamburg)

 

abgestürzte Krähe

Mitte Juni 2009 hatte ein Sturm die Angelsehne durchgescheuert und die von Wind und Wetter gegerbten Reste auf den Boden zurück geholt.

 

Freitag, der 13.02.2009, Klabautermannstag

es schneite schon seit einigen Stunden. Die Krähe hängt noch immer Baum und findet keine Ruhe. Der Schnee deckt sie nur vorübergehend zu.
tote Krähe im Baumabgetrennter Kopf einer Rabenkrähe

Seit einer Woche liegt dieser Kopf einer Krähe im Steenmoor auf einer Baumleiche. Nach zwei Tauben und einer Möwe ist nun eine Krähe hier innerhalb weniger Tage gerupft und gefressen worden. Krähen sind sehr intelligent und besonders aufmerksam. War sie krank? Hat sie ein Marder im Schlaf überrascht? Wie ein Greif sich ein Eichhörnchen aus dem Steenmoor holte und damit wegflog, habe ich per Zufall vor einigen Monaten beobachtet. Aber meistens greifen Krähen die Greifvögel mit Scheinangriffen an.

Mit Reif und Schnee bedeckte Drachenschnur im Baum, im Sommer eine Todesfalle

Der Winter 2009/2010 brachte es an's Licht. Eine im Baum hängengebliebene alte Drachenschnur wird sichtbar, weil sie mit Rauhreif und festgefrorenem nassen Schnee bedeckt soweit durchhing, daß ich sie zu fassen bekam und entsorgen konnte. An dieser Drachenschnur kommt kein Vogel mehr zu Tode.
Schlafplatz der Krähen auf einem Hochspannungsmast als Video bei YouTube.

 

strangulierte Krähe in Hamburg

Im Februar 2011 hing diese Krähe bereits im dritten Jahr in der Nähe des Jenfelder Moorsees hoch in einer Birke.
Diese Drachenschnur hat schon mindestens 4 Opfer gefordert, darunter auch eine Dohle.

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Blacky, die Krähe vom Steenmoor

Krähe beim verstecken von FutterKrähe beim verstecken von FutterKrähe beim verstecken von Futter

Im Winter 2007/2008 fütterte ich hin und wieder zwei Rabenkrähen im kleinen Park an der Rahlau. Toby mußte ich nach und nach erst daran gewöhnen, daß er die Krähen nicht jagen darf. Nach einigen Tagen machte er entweder einen großen Bogen um sie herum oder er hielt sich gleich zurück. Die Krähen saßen meistens auf den gleichen Bäumen und immer auf dem selben Ast, nicht an jedem Tag, aber doch des öfteren. Nach dem Ruf "Blacky, Frühstück!" und einem kurzen Handzeichen warf ich ihnen Brotkrumen auf den Weg. Wenn wir uns 20 bis 30 Meter entfernt hatten, gab es zunächst einen Sichtungsflug über das Futter, dann eine kurze Kehrwendung und dann die Landung. Die beiden Krähen gewöhnten schnell sich daran. Immer, wenn der Mann mit dem weißen Hund kam und winkte, gab es Futter.Waren sie satt, dann bunkerten sie das Futter. In einem Fall haben sie das versteckte Futter anschließend sogar mit Laub abgedeckt (unteres Bild).

Eines morgens saßen sie nicht auf den gewohnten Plätzen. Aber in ungefähr 100 Meter Entfernung saßen hoch oben auf einer großen Birke zwei Krähen. Ich winkte zu ihnen rüber. Eine Krähe bemerkte es und zuckte sichtbar zusammen. Sofort kamen beide zu uns herüber geflogen. Das Füttern zeigte Wirkung. Sie hatten uns erkannt.

 

Im Frühjahr 2008 bauten sie im nahegelegenen Steenmoor auf einem starken Baum hoch oben ein Nest

brütende Rabenkrähe im NestEinmal sah ich eine Kohlmeise auf dem Nestrand sitzen. Im Steenmoor gibt es räuberische Kohlmeisen, die schon mehrere Gelege von Amseln durch Anpicken der Eier zerstört haben. Ob das auch im Krähennest geschah, konnte ich nicht feststellen.

Im Steenmoor gibt es auch viele Eichhörnchen. Wenn die in die Nähe des Nestes kamen, gab es immer ein großes Geschrei. Beide Krähen griffen umgehend an und verjagten das Eichhörnchen. Einige Wochen später war es still um das Nest geworden. Weder waren die Krähen zu sehen, noch war etwas von den Jungen zu bemerken. Nie habe ich gesehen, daß gefüttert wurde.

So ging ich davon aus, daß die Kohlmeisen wieder eine Brut durch das Anpicken der Eier vernichtet hatten. Zum Glück hat sich diese Vermutung nicht bestätigt. Sonst hätte ja die junge Krähe auch nicht aus dem Nest fallen können.
Foto vom 03. Mai 2008

 

Am 31. Mai 2008 ging ich gegen 23 Uhr mit Toby Gassi im Steenmoor

Dort lasse ich Toby meistens frei laufen. Plötzlich verbellte er einen Igel. Ich kannte dieses Bellen, weil es schon öfter vorgekommen ist. Vorsichtig tastete ich nach dem Igel, denn ich wollte ja nicht in die Stacheln greifen. Aber die Stacheln waren flauschig und angenehm weich. Es war ein Vogel. Und der lag genau unter dem Baum mit dem Krähennest. Ich nahm ihn mit nach Hause. Es war eine aus dem Nest gefallene junge Krähe. Sie war arg verletzt. Ein Bein schien gebrochen zu sein und das andere Bein war wohl verstaucht. Stehen konnte sie nicht, sondern nur auf dem Bauch oder seitlich liegen. Auch fressen mochte sie nicht. Außerdem hatte sie Angst, denn sie kannte uns ja nicht.

Am nächsten Tag suchten wir einen Tierarzt auf. Der schaute uns nur mitleidig an und wollte die Krähe umgehend aus dem Leben befördern. Das wollten wir nicht und nahmen sie wieder mit. Auf dem Sofa wurde nun in einer mit Handtüchern ausgelegten Stiege notdürftig ein Lager für den verletzten Vogel hergerichtet. Edel kümmerte sich rührend um das kleine Wesen. Sie kaufte Herz und Leber, schnipzelte alles winzig klein und versuchte es mithilfe einer Pinzette dem kranken Vogel in den Schnabel zu schieben, den der aber nur widerwillig unter Anwendung sanfter Gewalt öffnete. Ab und zu mußte mit einem Watte-Tip ein Tropfen Wasser nachgereicht werden. Das war über mehrere Wochen ein ziemlich mühsames Geschäft.   upper

 

verbundene Krallen einer verletzten RabenkräheHalsverletzung an einer RabenkräheHalsverletzung an einer RabenkräheWenn Blacky  den Versuch machte aufzustehen, kratzte er sich mit den Krallen des linken Fußes den Hals auf. Wir bemerkten es leider erst, als schon alle Federn am Hals fehlten und er dort stark blutete. Um weitere Verletzungen zu verhindern, bandagierten wir die Krallen mit Pflaster. Die Pflaster waren natürlich lästig, und er versuchte ständig sie loszuwerden. Aber immerhin hatten wir so erreicht, daß die selbst zugefügten Verletzungen am Hals nicht noch weiter verschlimmert wurden und nach und nach sogar verheilten.

 

Das Beschneiden der viel zu lang gewordenen Krallen mußte vorläufig unterbleiben, weil sie nach jedem Beschneiden stark bluteten. Weil die Krallen nicht benutzt wurden, verformten sie sich korkenzieherartig und behinderten den Vogel zusätzlich. Das wochenlange Sitzen auf den weichen Handtüchern mußte so bald wie möglich vermieden werden. Der Vogel muß unbedingt lernen seine Krallen zu benutzen, damit er auf Stangen oder Ästen sitzen kann.

Einige Krallen sehen inzwischen aus wie Sägeblätter

verkrüppelte Krallen einer verletzten RabenkräheBlacky hatte unbemerkt versucht, sich die Krallen mit seinem kräftigen Schnabel selbst zu kürzen. Als er nach langem Krankenlager vorsichtig die ersten Gehveresuche unternahm, bemerkten wir, daß der linke Daumen ausgerenkt war. Der zeigte nicht nach hinten, sondern nach vorn. Er trat sich so selbst auf den Daumen. Die Kralle wuchs folglich nach oben. Weil Blacky wochenlang auf weichen Tüchern lag, wurden die Krallen immer länger und wuchsen wie Korkenzieher. Das Beschneiden der Krallen unterließen wir, weil sie danach heftig bluteten. Als die Daumenkralle schließlich oben in den Fuß hinein wuchs, entschlossen wir uns nun doch zum Beschneiden der Nägel. Ich legte Blacky rücklings in meine linke Hand und beschnitt ihm alle Nägel mit einer Nagelschere. Ich staunte nicht schlecht, daß er diese Prozedur ruhig über sich ergehen ließ, als wüßte er, daß es ihm danach besser gehen würde.

Das total verkotete Gefieder mußte täglich mühevoll gereinigt werden. Das Federkleid litt sehr darunter. Nach und nach brachen alle langen Federn ab. Zurzeit sieht Blacky ziemlich ruppig aus. In jedem Flügel sind nur noch die 2 goßen Schwungfedern in voller Länge vorhanden. Und die sind inzwischen auch arg ramponiert. Alle Schwanzfedern sind abgebrochen. Obwohl Blacky inzwischen fast 6 Monate bei uns in Pflege ist, kann er noch nicht fliegen. Wie denn auch, ohne Federn!?

Ende Juni hatte Blacky eine Vorliebe für Edels Puppen entwickelt.
Edel sah das gar nicht gerne, denn die Puppen fingen an zu fliegen, runter!

Die Rabenkrähe Blacky fliegt auf Edels gute Puppezahme Rabenkrähe sitzt auf einer Puppe

Leberwurst und Kartoffelchips mag die Krähe zu gerne. Und was sie noch mag?
Auf Edels Schulter sitzen! Hier sitzt Edel mit Blacky auf dem Balkon und erklärt der Krähe die Umgebung..
Blacky hört interessiert zu, sieht man doch, oder?
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zahme Krähe frisst KartoffelchipsEdel erklärt der Rabenkrähe die Welt und die Krähe hört begeistert zu

Toby ist mit der Krähe auf dem Balkon alleine. Und schon ist er auf dem Tisch und beschnüffelt sie. Blacky hat keine Angst vor Toby, notfalls setzt sie ihren scharfen Schnabel ein und hat sich damit schon Respekt verschafft. Sie stänkert aber auch gerne und zupft Toby am Schwanz, der dann meistens gleich das Weite sucht, nicht ohne vorher lautstark und giftig zu knurren.

Hund und zahme Rabenkrähe

 

zahme Rabenkrähe im KäfigBlacky hat seit 2 Monaten einen Käfig,

den größten, den wir finden konnten. Er ist fast 2 Meter hoch und für unsere Mietwohnung eigentlich viel zu groß. Für eine Krähe könnte der Käfig aber noch größer sein. Der Käfig war nicht nur wegen der Ordnung in der Wohnung notwendig geworden, sondern Blacky sollte daran gwöhnt werden, auf Ästen zu sitzen, die er im Käfig hat. Sie wurden so angeordnet, daß er bequem von Ast zu Ast hoch und runter hüpfen kann. Er nimmt auch hin und wieder den kürzesten Weg von oben nach unten und läßt sich einfach senkrecht herunter fallen. Das kracht dann immer ordentlich. Inzwischen haben wir uns daran gewöhnt. Das Foto entstand am 21.11.2008, als Blacky knapp ein halbes Jahr bei uns war. Von vorn betrachtet sieht der Vogel inzwischen ja ganz passabel aus, aber nicht so von der Seite. Dann sieht man die vielen abgebrochenen Federn. Solange die nicht nachgewachsen sind, wird es wohl mit dem Fliegen nichts werden. Er springt zwar todesmutig aus 1,5 Meter  Höhe aus dem Käfig heraus und flattert dann zu Boden, aber umgekehrt schafft er es kaum hoch auf einen Stuhl.

 

 

Die Nebenwirkungen

Blacky braucht unbedingt Beschäftigung, Blacky braucht auch jede Menge Bewegung. Der Käfig ist zwar groß, aber die Wohnung ist viel größer. Und so steht den ganzen Tag über der Käfig meistens offen, jedenfalls wenn jemand zu Hause ist. Immer wenn Blacky sich unbeobachtet fühlt, macht er Schabernack. Anfangs lag sein Schwerpunkt wohl eher bei den Tapeten. Inzwischen reißt er die nicht mehr ab, weil alle Schadstellen mit irgendwelchen Gegenständen gesichert sind oder es sich nicht mehr lohnt, weil schon alles ab ist. Sein neues Spezialgebiet ist nun das Sofa. An mehreren Stellen hat er inzwischen Löcher in das Leder gehackt und freut sich diebisch, wenn er das Innenleben herauszupfen kann. Nun stehen vor den gefährdeten Stellen Kissen. Aber Krähen sind intelligent! Er greift ein Kissen am unteren Ende und zieht es einfach weg bis es flach liegt. Und nun kommt er noch besser an seine "Baustelle" heran, weil er vom Kissen aus arbeitet!

Wenn wir abends gemeinsam in die Röhre schauen und Edel plötzlich laut aufschreit, dann hat Blacky wieder einmal zugeschlagen. Strumpf kaputt und ein blauer Fleck zwischen den Zehen ist dann das Ergebnis.

Blacky Ende August 2009 im Kleingarten.

Blacky ist jetzt 15 Monate alt, mausert zurzeit und kann noch immer nicht fliegen. Hund und Vogel verstehen sich aber gut, wie man sehen kann. Jedenfalls bestimmt die Krähe, wo es lang geht. Ein Foto von Toby am Nordseestrand in Dänemark.


Video Krähe Blacky und der Hund Toby bei YouTube
oder klicken Sie in das Bild.

Gehbehinderte Rabenkrähe reitet auf einem Hund

Die zahme Rabenkrähe Blacky putzt sich im Kleingarten das Gefieder.

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Blachys VogelkäfigAnfang Oktober 2010 - Entwöhnung vom Käfig

Blacky hat die Mauser hinter sich gebracht und sieht wieder richtig schön aus. Aber leider nicht lange. Obwohl der Käfig recht groß ist, zerschlägt sich der Rabenvogel die langen Federn bald an den Gitterstäben kurz und klein. Nun kommt der Käfig weg, er ist ja ohnehin nie verschlossen. Blacky hat jederzeit die Möglichkeit, durch die ganze Wohnung zu fliegen. Davon macht er aber nur zwei bis drei mal am Tage Gebrauch. Nun bekommt er einen großen Besenstiel mit angeschraubten Sitzstangen und eine Art Hühnerleiter zum Aufsteigen. Als er das Gebilde zum ersten mal sah, schlug er einen unbändigen Alarm an und gab stundenlang keine Ruhe, so daß wir Streit mit den Nachbarn befürchten mußten. So kam der Besenstielturm erst mal an das andere Ende des Zimmers und das auch erst am Abend. In den nächsten 3 Tagen wurde der Turm Stück für Stück näher an den Käfig herangeschoben. Gleichzeitig wurde jeden Tag eine Etage des stapelfähigen Käfigs abgebaut. Im Bild links stehen noch zwei Etagen. Am dritten Tag saß Blacky so gut wie auf dem Fußboden und machte erste Versuche, auf die unterste Stange der Hühnerleiter zu kommen. Am späten Abend setzte ich ihn auf die oberste Stange und machte anschließend das Licht aus. Am anderen Morgen wachte er also auf seinem neuen Turm auf und fühlt sich dort sichtlich wohl. Prima Aussicht ohne den Blick durch ein Gitter! Er hat sich schnell daran gewöhnt. Das erste Bad im Trinknapf gibt es bei YouTube zu sehen. Auf ein schönes neues Federkleid werden wir nun wohl wieder ein ganzes Jahr warten müssen.

Blacky soll im Garten in einer Bratpfanne ein Vollbad nehmen. Er zieht aber ein Sonnenbad vor:

 

Am 03.08.2011 08:41, schrieb Sylvia Hiort:

Sehr geehrter Herr Schlegel,
sorry, wenn ich Sie so unbekannterweise anschreibe. Ich hoffe, daß ich bei Ihnen richtig bin "dem Herrn mit der behinderten Rabenkrähe"?
Ist der Vogel noch in Ihrem Besitz? Grund meines Schreibens ist, daß wir ebenfalls eine behinderte (rachtitische) Rabenkrähe haben
und für diese einen ebenso behinderten Partner suchen. Sollten Sie aus irgend einem Grund den Vogel nicht mehr halten können (wollen)
bitten wir um Nachricht. Wir halten behinderte Krähen seit über 20 Jahren und haben hierfür behördliche Genehmigungen und ca. 60 qm Platz.
Ich hoffe, Sie nehmen mir die Nachfrage nicht übel und würde mich über eine Nachricht von Ihnen freuen.

Mit freundlichen Grüßen Sylvia Hiort

Noch ein Video, diesmal rund 10 Minuten lang, ein Vortrag auf englisch von Joshua Klein über die Intelligenz der Kähen (Joshua Klein on the intelligense of crows). Eine clevere Krähe biegt sich einen Draht zurecht, um an Futter zu gelangen. Andere Krähen lassen auf Straßenkreuzungen Nüsse von Autos zerfahren und warten geduldig die Rotphasen ab, um dann in aller Ruhe zu fressen. Sie benutzen sogar den Zebrastreifen. Hier ein ähnlicher Bericht bei 3sat.de über die Benutzung von bis zu 3 Werkzeugen nacheinander durch eine Krähe.

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20.September 2012:
Blacky wildert sich nach über 4 Jahren selbst aus! Er ist abgehauen!

geflüchtete Krähegeflüchtete KräheNach vielen Regentagen ist es nun endlich wieder einmal so weit, daß Blacky in seiner Transportbox mit in den Garten darf. Voher kommen wir an einer etwa 1 Hektar großen Wiese vorbei, an der ich mal schnell nach den eingewanderten Wespenspinnen sehen möchte. Im August war ich schon einmal an dieser Stelle. Ich hatte Blacky in seiner Box auf dem Rasen abgestellt. Er hatte wohl "abgesetzt" mit "ausgesetzt" verwechselt und machte richtig Terror in seiner Box. So öffnete ich ihm die Box und ging dann weiter meine Wespenspinnen suchen. Blacky kam hinterher gehüpft, so gut es eben ging in dem hohne Gras. Und plötzlich saß er auf meiner Schulter. Nach 15 Minuten war meine Suche erledigt, Blacky mußte wieder in seine Box, und wir gingen in den Garten. Im Garten war Blacky schon oft. Abgehauen war er noch nie.

Heute lief das auf der Wespenspinnen-Wiese anfangs wieder so ab. Erst Terror in der Box, dann hinterherhüpfen und schließlich auf die Schulter fliegen. Auf der Schulter blieb er aber nur kurz und flog dann ab, etwa 100 Meter weit, in einen Baum. Und da saß er nun auf einem dünnen Zweig, der sich weit durchbog. Nur mit artistischen Einlagen konnte er sich halten. Es dauerte ein wenig bis er sich auf einen stärkeren Ast rettete. Aber runter kam er nicht. So entfernte ich mich, bis er außer Sichtweite war. Ich dachte, nun würde er aus Panik zurückkommen. Nein, tat er nicht, keine Spur von Panik. Panik nur bei mir!

Ich rief Edel an und bat um Unterstützung. Vielleicht würde Blacky dann vom Baum herunter kommen. Auch das war ein Schuß in den Ofen. So kletterte ich ein Stück den Baum hoch, hielt mich mit der einen Hand fest und versuchte mit der anderen Hand den Vogel zu greifen. Nach mehreren erfolglosen Versuchen konnte ich den Schwanz und die Flügelfedern erwischen und ihn an Edel nach unten weiterreichen.

Blacky, die RabenkräheHuh, war das eine Erleichterung. Der Adrenalinspiegel sank wieder.
Blacky sitzt auf meinem rechten Oberschenkel, putzt sich und tut so, als sei überhaupt nichts gewesen.

Im Garten ließ ich Blacky in gewohnter Weise frei, mähte den Rasen und wollte anschließend Äpfel pflücken. Zwischendurch sah ich immer mal nach Blacky, der auf der Terrasse saß. Als die erste Stiege mit Äpfeln gefüllt war, trug ich sie in die Laube. Blacky war nicht mehr auf der Terrasse. Auch im Garten war er nicht zu finden. Toby, unser Haus- und Hofhund, sollte mitsuchen, verstand aber leider nicht, worum es ging. Auch in den Nachbargärten und auf den umstehenden Bäumen war die Suche vergeblich. Da keine schwarzen Federn herumlagen, konnte wenigstens ausgeschlossen werden, daß Blacky einem Greifvogel zum Opfer gefallen war. Edel war inzwischen wieder zu Hause. Ich rief sie erneut an. Und wieder gab es Panik. Schließlich ist ein langjähriges Familienmitglied spurlos verschwunden und es scheint, als sei es für immer.

Die gemeinsame Suche in der ganzen Kleingartenanlage und in der näheren Umgebung war erfolglos. So fuhren wir ohne unseren Blacky traurig nach Hause. Zu Hause hielt ich es nicht lange aus und fuhr zurück in die Kleingartenanlage. Ich hatte die Hoffnung, daß Blacky vielleicht in seiner Transportbox sitzt. Das war meine letzte Hoffnung, aber auch sie wurde enttäuscht. So fing ich die Suche erneut an, suchte wieder auf der Wespenspinnen-Wiese, in und um den Garten und in der ganzen Kleingartenanlage. Mein schwarzer Vogel war nirgends zu finden. So machte ich mich deprimiert auf den Heimweg.

Auf dem Hauptweg der Gartenanlage stand in vielleicht 80 Meter Entfernung eine Krähe. Das könnte unser Blacky sein. Ich rief "Blacky", die Krähe schaute in meine Richtung und hüpfte spontan auf mich zu. Wegen der deformierten Füße läuft sie nicht, sondern hüpft immer etwas schräg. Das ist Blacky, überschlugen sich meine Gedanken. Ich lief rasch auf ihn zu und rief dabei immer wieder seinen Namen. Blacky blieb still stehen und ließ sich mit beiden Händen greifen. Mir schien, als ob auch er richtig erleichtert war, daß er endlich gefunden wurde.

Ab in's Auto und schnell nach Hause zu Edel. Edel wurde erst aufmerksam, als sie bemerkte, das ich die Transportbox auf den Schrank stellte. Daran hatte sie erkannt, daß ich Blacky gefunden hatte. Sonst hätte ich ja die Box im Garten gelassen, meinte sie. Stimmt, damit hatte ich mich verraten und die Überraschung leider verpatzt.

Blacky sitzt inzwischen auf seiner Stange am Fenster und frißt, was das Zeug hält. Einen unbändigen Durst hat er auch. Der Ausreißer war fast 5 Stunden weg. Uns schien es eine Ewigkeit gewesen zu sein. Mal sehen, was beim nächsten Gartentag passiert. Ob er wieder abhaut???

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Hilferuf für Blacky! (hat sich am 04.11.2013 erledigt)

Blacky, die schwarze Krähe, ist jetzt über 5 Jahre alt (* Mai 2008). Als sie damals aus dem Nest gefallen war, hatten wir sie monatelang gepflegt, bis sie mit ihren verkrüppelten Beinchen wieder hüpfen konnte. Lebte sie anfangs in einem großen Käfig, so hat sie jetzt Freiflug in der ganzen Wohnung, weil sie sich im Käfig regelmäßig die Federn abbrach. Leider kann man eine Krähe nicht stubenrein kriegen. Zudem braucht Blacky regelmäßig einen Krallenschnitt, und auch der Schnabel muß hin und wieder gekürzt werden. Die dazu notwendige Krallenschere gibt es natürlich dazu.

So leid es mir tut, ich muß mich von Blacky trennen. Ich werde es überleben, Blacky wohl nur, wenn er einen guten Tierfreund findet, vielleicht in Hamburg oder Umgebung. In ein Tierheim soll er auf keinen Fall. Wer ihn aufnehmen möchte, melde sich bitte über meine Kontaktseite. Dankeschön!

Nach nur einem Tag haben sich wohl auf Vermittlung von Wildvogelhilfe.org mehrere Tierfreunde gemeldet.
Damit hat sich der Hilferuf erledigt. Blacky geht es in seiner neuen Umgebung sehr gut. Sie lebt nun in Woltersdorf in Gemeinschaft mit Hund und Katze, 3 Äffchen und 2 Papageien. Habe ich was vergessen?
Den Sohn im Haus scheint sie besonders zu lieben. Sie fliegt ihm auf den Arm und sitzt auf seiner Schulter, und das schon am zweiten Tag!
Inzwischen lebt Blacky mit 2 weiteren Krähen zusammen (2/2015).

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05. Januar 2010: Verendete Krähe in einer Drachenschnur

Diese strangulierte Krähe ist an der gleichen Drachenschnur verendet. Eine weitere Krähe lag mit gebrochenem Genick in der Nähe. Damit sind an dieser Drachenschnur mindestens 3 Krähen verendet. Eine vierte strangulierte Krähe hängt in einer Drachenschnur nur weinige 100 Meter weiter am Jenfelder Moorsee.
Im Park neben der Kleingartenanlage "Grüne Oase" an der Grunewaldstraße in Hamburg hängt seit Mitte Dezember 2009 diese Drachenschnur in den Bäumen. Sie ist nur sichtbar, weil sie mit Rauhreif besetzt ist. Es ist nur eine Frage der Zeit, dann ist auch hier ein großer Vogel stranguliert.

Ihr Kinder und vor allem ihr Väter dieser Welt,

bedenkt, wo ihr Eure Drachen steigen laßt. Nicht nur der Drachen und die Schnur gehen verloren, sondern ihr tut den Tieren schwerstes Leid an.
Kleine Vögel sind eher selten betroffen. Aber die großen Vögel, wie hier die Krähen, erleiden einen jämmerlichen und qualvollen Tod.
Das ist Tierquälerei!

27. Februar 2010 an der Rahlau - strangulierte Krähe, aber gerettet!

Als ich wie fast jeden Tag mit meinem Hund Toby die Rahlau entlang wanderte, brach über uns in einer Eiche aus heiterem Himmel Panik aus. Mehrere Krähen, die uns gefolgt waren, weil sie wissen, daß ich immer Walnüsse oder Erdnüsse bei mir habe, fingen an panisch zu schreien. Der Blick nach oben zeigte mir eine hoch im Baum an einer Drachenschnur hängende Krähe. Ich rief sofort die Feuerwehr an und hoffte, daß die roten Brüder die Krähe aus ihrer mißlichen Lage befreien können. Vorsichtshalber fragte ich gleich nach dem Preis und erhielt die beruhigende Antwort, daß die Rettung von Wildtieren kostenfrei ist. Dann fragte man mich, ob man bis zur Unglücksstelle mit der großen Drehleiter fahren könne. Das ist zwar nur ein Fuß- bzw Wanderweg entlang der Rahlau, aber das müßte funktionieren. Es dauerte nicht lange und die Feuerwehr kam tatsächlich mit der großen Drehleiter. Während der Rettung geriet die Krähe noch einmal in Panik, als zwei Feuerwehrleute im Korb sich ihr mit der großen Leiter näherten. Vorsichtig wurde die Krähe von der Schnur geschnitten und in den mitgebrachten kleinen Tierkäfig gesetzt. Dann versuchten die Retter noch so viel wie möglich von der totbringenden Drachenschnur zu entfernen. Solche Rettungsaktionen sind in Hamburg zwar nicht alltäglich, kommen aber immer wieder mal vor. Die Krähe kam ins Tierheim Süderstraße.

strangulierte Krähe gerettet

Die Videos hierzu bei YouTube:
Strangulierte Krähe an der Rahlau in der Nähe vom Sandfang
Feuerwehreinsatz mit Drehleiter (1)
Feuerwehreinsatz mit Drehleiter (2)

Auch Krähen rutschen mal aus.

Hier ist am Jenfelder Moorsee eine Krähe im Schnee gelandet und auf dem Eis darunter ausgerutscht.
So hat sie intseresssante Flügel- und Fußabdrücke hinterlassen.

Landung einer Krähe im Schnee auf Eis

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Anfang Dezember 2010

machte mich ein Bekannter darauf aufmerksam, daß auf dem Bürgersteig Wöschenhof (Hamburg-Tonndorf) eine verendete Krähe im Schnee liegt. Die Federn des linken Flügels sind in Rumpfnähe rundum abgeschäuert. Die Krähe hatte sich allem Anschein nach stranguliert, vermutlich wieder einmal in einer Drachenschnur.

strangulierte Krähe in Hamburg

Krähe in Sanssouci auf dem Kopf des Zeus

Respektlose Nebelkrähe bescheisst den ehrwürdigen Zeus im Schloßpark Sanssouci
Hier reitet eine Krähe auf einem Pferd (Video bei YouTube, inzwischen vom User leider gelöscht)
So clever sind Krähen!!! (Video bei YouTube)

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21. November 2010

Eine längere Wanderung mit Toby um den Öjendorfer See war angesagt. Als wir dreiviertel um den See herum waren, landete plötzlich wenige Meter hinter mir eine Krähe, schaut mich an, holte tief Luft und krähte aus vollem Halse. Ich fragte sie, bist du Blacky? Bei mir heißen alle Krähen so, seit wir eine Krähe inzwischen 2 ein halb Jahre in der Wohnung haben. Sie scheute weder vor dem Hund zurück, noch vor mir. Sie war mir schon begegnet und hatte eine Walnuß bekommen, natürlich geknackt. Aber das letzte Mal war ich im Febrauar 2010 am See. Sie kannte uns. Und sie hatte Glück, denn ich habe immer ein paar Walnüsse in der Tasche. Kaum hatte ich in die Tasche gegriffen, waren noch drei weitere Krähen gelandet. Sie hielten nur wenig mehr Abstand als Blacky. Und so verfütterte ich alle Nüsse an meine schwarzen Freunde, die mir noch etwa 200 Meter weit folgten. Das war schon fast Nötigung! Sie wissen, wie sie mir das Futter aus der Tasche ziehen können.

Eine Woche später, auf dem Weg zum Öjendorfer See

Inzwischen ist der Winter eingezogen, 4 Wochen eher als noch im vergangenen Jahr. Bei herrlichem Sonnenschein, aber knackigem Frost, zog ich mit Toby los, um zu sehen, was die vielen Wasservögel am Öjendorfer See machen. Dabei kamen wir an den Schrebergärten in Hohenhorst vorbei. Infolge des Rauhreifes waren hängengebliebene Drachenschnüre zwischen und in den Bäumen gut zu sehen, weil sie dick mit Rauhreif bedeckt waren. Ohne den Reif sind sie unsichtbar und werden zur Todesfalle für Krähen und andere große Vögel.

mit Rauhreif bedeckte Drachenschnur zwischen Bäumen

Drachenschnur, mit Rauhreif bedeckt

Am Öjendorfer See in Hamburg

kann man sehen, wie viele Drachen in den Bäumen hängen. Die Drachenschnüre sieht man selbst dann nicht, wenn man nach ihnen sucht. Sie sind farblos und damit nicht sichtbar. Und so stellen sie eine erhebliche Gefahr für große Vögel dar, die mit den auf- und abschwingenden Flügeln sich die Drachenschnüre regelrecht um einen Flügel wickeln und daran jämmerlich verenden. Schließlich ist nicht immer jemand dabei und kann die Feuerwehr rufen.

Gestrandeter Drachen im Baum am Oejendorfer See

11.01.2011:

Insel im Öjendorfer SeeAngelpose mit Haken im BaumDrachen im BaumIm Öjendorfer See gibt es mehrere kleine mit Bäumen bewachsene Inseln. Im linken Bild erkennt man einen reglos im Baum hängenden größeren Vogel. Wieder hat sich eine Krähe in einer Drachenschnur verheddert und ist elendig zugrunde gegangen. Wie man sie auf einer Insel in so großer Höhe hätte retten können, weiß ich allerdings auch nicht. Bekannt ist, daß die Feuerwehr schon wiederholt Vögel im Öjendorfer Park retten mußte.
Alle aus Drachenschnüren!
strangulierte KraeheKrähen, Greifvögel, Eulen, Mauersegler, Drosseln, Waldschnepfen und Buntspechte haben sich so schon in Drachenschüren erhängt. Im Naturschutgzgebiet Rodderberg verfingen sich gleich 2 große Vögel in derselben Schnur, ein Uhu und ein Bussard.
Beide konnten von der Feuerwehr gerettet werden.
Am Jenfelder Moorsee hängen sogar Angelhaken in den Bäumen.

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10.02.2011: Strangulierte Dohle, verendet in einer Drachenschnur!

strangulierte Dohle in einer Drachenschnurstrangulierte Dohle in einer DrachenschnurAm Abzugsgraben des Jenfelder Moorsees hängt seit einigen Tagen eine strangulierte Dohle in einer Drachenschnur. An dieser Schnur sind schon 3 Krähen verendet, wie weiter oben beschrieben wurde.

strangulierte DohleAm 29.04.2011 lag diese Dohle etwa 1 Kilometer weiter am Ufer der Rahlau in der Nähe des Recyclinghofes der Hamburger Stadtreinigung.
Wer hat sie dort abgelegt?

 

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14.03.2011: Strangulierte Krähe, aber sie lebt noch!

In derselben Drachenschnur, in der sich am 27. Februar 2010 eine Krähe strangulierte (siehe oben!), erwischte es heute wieder eine Krähe. Gegen 9:30 Uhr rief ich die Feuerwehr an. Und kaum 5 Minuten später waren sie schon mit ihrer 30-Meter-Leiter vor Ort. Hier einige Fotos von dieser Rettungsaktion.

strangulierte Krähe in Drachenschnurstrangulierte Krähe in DrachenschnurFeuerwehr Wandsbek rettet strangulierte Krähe aus DrachenschnurFeuerwehr Wandsbek rettet strangulierte Krähe aus Drachenschnur

Freitag, der 13.02.2015 am Öjendorfer See

Wieder eine Drachenschnur in den Bäumen am Öjendorfer See. Und wiede ist ein Vogel elendig zugrundegegangen.
Diesmal hat es eine Möwe erwischt, die ja eher selten durch den Wald fliegen.

strangulierte Möwe im Öjendorfer Park

15.03.2011: Strangulierte Taube verendet

strangulierte Taube in DrachenschnurTauben werden vielerorts gehaßt, weil sie durch ihren Kot Schmutz hinterlassen und dadurch wohl auch Krankheiten verbreiten. In manchen Städten versucht der Fiskus mit hohen Geldstrafen Kasse zu machen, wenn man die Tauben füttert. Andere versuchen sie durch "Taubenschutzmaßnahmen" zu bekämpfen. Gemeint ist hier aber nicht der Schutz der Tiere sondern der Schutz vor diesen Tieren. Ziemlich pervers diese Art der Darstellung. Manchmal sehe ich Tauben in mangelhaft angebrachten oder beschädigten Netzen verendet hängen. Diese Taube hängt verendet in einer Drachenschnur nur wenige Meter über geparkten Autos am Berliner Platz in Hamburg-Tonndorf.

 

Krähe mit Kopfverletzung durch DrachenschnurKrähe19.03.2011: Kopfverletzung einer Krähe am Öjendorfer See

Diese Krähe hat eine eigenartige Kopfverletzung. Sie stammt höchstwahrscheinlich von einer Drachenschnur, mit der sie im Flug zusammengeprallt ist. Am Öjendorfer See hängen an vielen Stellen Drachen mit ihren abgerissenen Schnüren in den Bäumen.

07.07.2011:

Ich stöberte bei YouTube, weil ein paar Abonnenten neue Videos eingestellt hatten. Dabei bot mir YouTube Videos zu Krähen an, die ich mir interessiert ansah. Und nun weiß ich auch, daß es in Hamburg nicht nur einen Schwanenvater gibt, sondern auch einen Krähenvater, der auch noch eine Internetseite betreibt, die ich hiermit wärmstens weiterempfehle.

http://stadtkraehen25.wordpress.com/
Wie ich auf die Krähen kam

Ich bin ja kein kein Gutplag (Doktorarbeit abgekupfert) und weise deshalb darauf hin,
daß ich die folgenden 3 Zeilen beim "Hamburger Krähenvater" fast wörtlich abgeschrieben habe.

"Heute lassen mich etwa 100 Krähen bis auf fünf Meter heran….. versuchen sie sich einmal einer Krähe zu nähern.
Viele lassen meine Kamera bis zu 20 cm an sich heran. … 10 fressen mir aus der Hand und sieben von Ihnen habe ich einen Namen gegeben,
weil sie mir Einblicke in ihre Wesensart ermöglichen. Wie lange braucht man dafür, bei absolut wilden Vögeln? ……fast 3 Jahre bei jeden Tag bis zu zwei Stunden."

26.11.2011. Ein rabenschwarzer Tag!!!

strangulierte Kraehestrangulierte Kraehestrangulierte Kraehestrangulierte Dohle

Ich wanderte mit Toby in Hamburg-Tonndorf an der Rahlau entlang. Als ich über den Singelmannsweg kam, sah ich schon von weitem eine strangulierte Krähe hoch in einer Buche hängen. Und gleich im Nebenbaum hing eine zweite Krähe. Nun wurde mir klar, daß die vielen toten Krähen in dieser Gegend kein Zufall sind. Sie sind nicht etwa in alte Drachenschnüre geflogen, wie ich anfangs dachte. Das gesamte Umfeld ist ein großes Gewerbegebiet. Wegen der vielen eng aneinander stehenden Gebäude, des eingezäunten Geländes und vieler großer Bäume kann man dort keine Drachen steigen lassen.

Vor einigen Wochen saß ich in einer Parkbank und ließ mir die Sonne ins Gesicht scheinen. Zwei Jugendliche kamen vorbei und fragten artig, ob sie sich zu mir setzen dürften. "Ja, natürlich". Wir kamen ins Gespräch, meine "Futterkrähen" hörten meine Stimme und waren auch bald in der Nähe. So kam das Gespräch auch auf die Krähen und die Drachenschnüre in den Bäumen, die ihnen so oft zum Verhängnis werden.

Und da wurde ich aufgeklärt: Das sind gar keine Drachenschnüre. Das ist Angelsehne, die absichtlich in die Bäume geworfen wird.

Als ich die beiden toten Krähen sah, kam mir dieses Gespräch wieder in den Sinn. Hier wird also den Krähen nachgestellt!
Hier sind Krähenhasser unterwegs! Diese Tierquälerei ist demnach gewollt!

Keine 300 Meter weiter auf dem Weg zum Jenfelder Moorsee die nächste Überraschung: Eine strangulierte Dohle hängt im Baum (4. Foto). Auf dem Bild ist deutlich die Angelsehne zu erkennen.

Gegen 15:30 Uhr war ich zurück von der Seeumrundung und stand wieder sprachlos unter der toten Dohle, als es einen heftigen Knall gab und ein ganzer Schwarm Krähen aufgescheucht von ihrem Schlafplatz auf der Hochspannungsleitung davonflog. Der Knall kam von einem Böller aus Richtung Albert-Schweitzer-Ring. Als sich nach kurzer Zeit wieder Krähen auf der Hochspannungsleitung gesammelt hatten, knallte es erneut. Wieder am Singelmannsweg angekommen, traf ich eine alte Dame mit ihrem Hündchen, die dort wohnt. Wir unterhielten uns über die Knallerei und sie meinte ärgerlich, das ist jeden Abend so. Hier werden die Krähen von ihren Schlafplätzen vertrieben.

Ich überlegte, ob ich die 110 anrufen sollte, ließ es dann aber bleiben. Ersten kennen die meine Handynummer und haben mich schon lange als Quärulant auf der schwarzen Liste und zweitens sind sie zurzeit mit einem Castortransport beschäftigt. Und die Feuerwehr wegen toter Tiere zu beschäftigen, schien mir auch nicht so gut zu sein. So gehe ich nun täglich den Rahlauweg, falls noch ein lebendes Tier zu retten ist

Am 28.11.2011 ging ich vormittags gegen 9:00 Uhr den gleichen Weg und hoffte, nicht noch eine dritte Krähe im Unglücksbaum zu finden. Ich hatte doppelt Glück:

1. Keine neue Leiche im Baum, aber
2. ein Böllerknall vom Grundstück neben den toten Krähen (Pharma-Betrieb?). Es könnte dieselbe Person gewesen sein, die auch abends böllert. Möglich, daß diese Person dort arbeitet und im Alber-Schweitzer-Ring wohnt. Der Weg vom Wohn- zum Arbeitsort ist der Weg der toten Krähen!!!

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Links zu weiteren Schnurfallen auf meiner Bussardseite

zur Abschreckung aufgehängte tote KrähenDer folgende Artikel erschien am 29. 03. 2003 im Osterholzer Kreisblatt:

Tote Krähen am Wegesrand in Schwanewede. "Das sind ja Zustände wie im Mittelalter." So mancher Spaziergänger, der am Acker von Landwirt Reinhard Solte vorbeikommt ist entsetzt. Keine 20 Meter vom Weg entfernt baumeln zehn tote Rabenkrähen in der Luft, aufgeknüpft an fünf Holzpfählen neben dem Silohaufen. Kein schöner Anblick diese Vogelleichen am Galgen. Doch Ästethik interessiert diesen Bauern aus Leuchtenburg nur wenig: "Für mich steht die Sicherung meines Betriebes im Vordergrund."

Weiter lesen

Juni 2012: Die schlaue Krähe Betty aus Neu Kaledonien stellt ihr Werkzeug jetzt noch schneller her:

 

Wenn Sie es nicht mit eigenen Augen gesehen haben, würden Sie es nicht glauben:

Diese Krähe angelt!!!

 

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Krähe frißt überfahrenen  Igel
September 2012 in Hamburg-Tonndorf:

Eine Krähe frist an einem überfahrenen Igel, der ein Opfer des Straßenverkehrs ist.
Krähen fressen auch Aas und sind damit eine Art Umweltpolizei in der Natur.

Hund und Krähe

Oktober 2012:
Toby am Jenfelder Moorsee zusammen mit einer Krähe. Die Beiden kennen sich seit mehreren Jahren und begegnen sich immer respektvoll. Natürlich behält die Krähe den Hund ständig im Auge. Krähen sind außerst vorsichtig.
Die Krähe weiß, daß ich immer Erdnüsse in der Tasche habe.

Siggi, Hamburgs Krähervater Nummer eins, hat wieder ein tolles Video eingestellt.
Solche Aufnahmen sind nur möglich, wenn man die Krähen schon jahrelang gut kennt.
Schauen Sie sich das an!

 

20. März 2013:

Es liegen noch fast 20 cm Schnee. Aber es ist bereits Frühlingsanfang und die Krähen und Elstern sind pfleißig beim Nestbau. Während die Elstern riesige Nester mit einer Art Überdachung bauen und dabei auf dem Boden liegende Zweige sammeln, verwenden die Krähen nur frische Zweige. Die brechen sie mit vollem Körpereinsatz vom Baum ab. Schlau wie sie nun einmal sind, suchen sie sich dafür aber Weichholz aus. Bei diesem Video ist es eine Silberpappel.

 

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Ein Wildkaninchen ist ein Opfer im Straßenverkehr geworden

und flüchtete in einen Vorgarten, wo es verendete. Der Grundstückseigentümer entsorgte das Tier auf seine Weise und warf es auf der gegenüberliegenden Straßenseite in einen Brombeerstrauch. Bei dem schneereichen Winter wäre der Kadaver eine große Hilfe für Greife und Krähen gewesen. So trug ich das verendete Tier auf eine Wiese, damit es die Greifvögel finden sollten. Zunächst waren an die 10 Elstern vor Ort. Dann kamen Krähen und vertrieben die Elstern. Später kam auch der Mäusebussard und wollte seinen Anteil haben. Aber die Krähen belästigten ihn so sehr, daß er nach wenigen Happen genervt abflog. Die beiden Revierkrähen, es sind die Eltern von Blacky, behaupteten das Feld. Dazwischen waren wohl auch noch Hunde am Kadaver und trugen ihn 20 Metere weiter. Nach 15 cm Neuschnee war dann ein paar Tage Ruhe, bis er plötzlich wieder freilag. Als alles abgenagt war, konnten sogar Kohlmeisen an den Resten beobachtet werden.

Im folgenden Video sind die Revierkrähen beim Fressen.

 

 

26. März 2013

Krähe sammelt ausgekämmte weiße HundehaareDieser Winter war wohl der dunkelste der letzten 100 Jahre, er war kalt und sogar in Hamburg sehr schneereich. Noch im März fielen wohl 40 cm Schnee, einmal 28 cm am Stück. Für einige Vögel war das eine Katastrophe. Die Elstern und Krähen haben dennoch mit dem Nestbau angefangen. Die Krähen brachen frische Weichholzzweige aus einer Zitterpappel und verbauten sie hoch in einer Fichte. Das Nest ist in dem dichten Geäst nicht zu erkennen.
Immer Mittwochs ist Toby dran und muß das Auskämmen seines weißen Fells ertragen. Wenn ich das nicht regelmäßig mache, sieht die Wohnung entsprechend aus und es gibt Ärger mit Edel. Das Kämmen erledige ich immer im Steenmoor. Dann gehen wir Gassi und beobachten die Nistkästen und die Natur an der Rahlau. Eine Stunde später kamen wir wieder an der Stelle mit den ausgekämmten Haaren vorbei. Und da sammelte eine Krähe die Haare ein. Weiße Haare im Schnee sind nun wirklich nicht gut zu erkennen. Aber sie hat sie gefunden. Da nachts noch immer Frost bis minus 8 Grad herrscht, wird sie die Hundehaare gut gebrauchen können. Hoffentllich erfriet das Gelege nicht.

Krähe macht Klimmzug

Ja, da staunste.
Ich kann auch Klimmzüge machen.

 

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Krähen erwischt es auch auf andere Art

Dieser Krähe wurde der rechte Fuß abgerissen. Sie kam trotzdem einigermaßen gut zurecht, vertrieb sogar andere Krähen energisch. Laufen konnte sie auch. Das sah zwar etwas komisch aus, aber es ging. Auf dem Ast sitzend erkennt man am rechten Bein den Stummel. Festhalten kann sie sich so nur mit dem linken Bein. Das rechte Bein dient nur noch der Stabilisierung auf dem Ast.
War sie auch in eine Schnurfalle geraten?

Krähe mit abgerissenem FußKrähe mit abgerissenem Fuß

 

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